Atemprobleme bei Rennmäusen


Rennmäuse sind leider häufig von Erkrankungen die Atemprobleme zur Folge haben betroffen. Vor allem ältere und schwächere Tiere entwickeln oft chronische und fortschreitende Lungenerkrankungen. 

(Wichtig: Eine eindeutige Diagnose kann nur ein Mäusekundiger Tierarzt stellen, dieser Beitrag soll nur eine Hilfestellung sein.)

Folgende Symptome können bei Atembeschwerden auftreten:
  • Atemgeräusche
  • Nasen und Augenausfluss
  • verstärkte Atmung
  • Atmung mit geöffnetem Maul 

Lungenblutungen:

Durch Verletzungen können Lungenblutungen ausgelöst werden. (z.B. durch einen Sturz, Stoß, oder ähnliches...) Lungenblutungen werden mit allgemein stabilisierenden Maßnahmen (Flüssigkeits- und Kreislaufstabilisierung) und anschließend mit Antibiotikum behandelt. Manchmal ist es nötig, die Tiere mit zusätzlichem Sauerstoff zu versorgen.

Allergien:

Bei einer Allergie ist das Allgemeinbefinden der Rennmaus bis auf Atemgeräusche und Augen und Nasenausfluss meistens unbeeinträchtigt. Der Nasen- und/oder Augenausfluss ist bei einer Allergie kein gelbliches oder weißliches Sekret, sondern wässriger Ausfluss. 
Ob eine Allergie vorliegt kann man ganz einfach überprüfen, indem man die Mäuse für kurze Zeit auf Küchenrolle statt Einstreu hält. Verschwinden die Symptome, ist es sinnvoll auf staubarmes Einstreu umzusteigen.

Herzerkrankungen:

Liegt eine Herzerkrankung vor, haben die Mäuse meistens schon einen veränderten Allgemeinzustand, bevor die Atembeschwerden auftreten. Eine Herzerkrankung kann ein mäusekundiger Tierarzt durch abhören feststellen. Meist sind Herzerkrankungen altersbedingt. Jüngere Tiere mit Herzerkrankungen haben oft eine infektiöse Erkrankung, die sich auf den Herzmuskel schlägt.

Bakterielle Atemwegsinfektionen:

Bakterielle Atemwegsinfektionen sind die häufigste Ursache für Atembeschwerden bei Rennmäusen. Stressfaktoren, wie z.B. eine Vergesellschaftung, oder eine nicht artgerechte Haltung können zum Ausbruch dieser Krankheit führen. Die Erkrankung schreitet meist sehr schnell voran. Eitriger Augen- und Nasenausfluss, sowie Verklebungen an Augen und Nasen sind Symptome einer Atemwegsinfektion. Behandelt wird diese mit Antibiotikum und stabilisierenden Maßnahmen (Kreislauf, Flüssigkeit...). Junge und  gesunde Tiere, haben bei frühzeitiger Behandlung gute Chancen wieder gesund zu werden. 

Nasen und Augenausfluss:

Oft handelt es sich bei einem Ausfluss aus Augen oder Nase um ein Drüsensekret, aus der sogenannten "Hardersche Drüse". Häufig sieht man es bei Rennmäusen die gestresst sind, zum Beispiel während einer Vergesellschaftung. Allerdings kann es auch ein Krankheitshinweis sein, wenn es öfter vorkommt sollte man darum einen Tierarzt aufsuchen.

Mykoplasmose:

Rennmäuse können die Erreger der Mykoplasmose schon lange in sich tragen, ohne daran zu erkranken. Die Krankheit bricht bei einem Tier mit starkem Immunsystem normalerweise nicht aus. Anders als ein bakterieller Atemwegsinfekt, verläuft diese Erkrankung schleichend. Zuerst niesen die Tiere gelegentlich, mit der Zeit wird dieses häufiger. Irgendwann treten Atemgeräusche auf. Im Endstadium knacken die Tiere beim Atmen. Behandelt wird diese Krankheit mit Antibiotikum. Hilft das Antibiotikum nicht, muss auf ein anderes gewechselt werden. Wenn die Krankheit schon so weit fortgeschritten ist, dass die Tiere nicht mehr richtig Atmen können, ist es besser sie zu erlösen. Wenn man merkt, die Rennmaus atmet schneller und bekommt schlecht Luft, ist es wichtig sofort zu einem Tierarzt zu gehen, um zu verhindern, dass die Maus erstickt. 

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