Krankheitssymptome erkennen


Um in der Natur zu überleben, verstecken Rennmäuse Schmerzen und andere Auffälligkeiten so gut es geht. Das macht es für uns Halter umso schwerer, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu reagieren. Rennmäuse haben einen schnelleren Stoffwechsel als wir Menschen, darum schreiten Krankheiten bei ihnen oft sehr schnell voran.

Verschiedene Krankheitssymptome und was dahinter stecken könnte:

(Eine genaue Diagnose kann immer nur ein rennmauskundiger Tierarzt stellen.)

Tumorerkrankungen:

Tumorerkrankungen kommen bei Rennmäusen leider sehr häufig vor. Oft werden diese jedoch mit Übergewicht, oder Wunden verwechselt. Damit eine Tumorerkrankung rechtzeitig erkannt wird, ist es sinnvoll die Mäuse regelmäßig aus dem Gehege zu nehmen und auf Auffälligkeiten zu prüfen. Ein innerer Tumor kann durch sanftes abtasten erkannt werden.
Die folgenden Bilder zeigen eine Tumorerkrankung die schon weit fortgeschritten ist:

Duftdrüsentumor nach außen wachsend:
(diese Art von Tumor ist oft gut operabel)

Tumor im inneren Bauchraum: 
im Anfangsstadium erkennbar durch harten Bauch

Hier wird das Thema ausführlicher beschrieben: Tumorerkrankungen bei Rennmäusen

Augen:

Eine einseitige Veränderung der Augen deutet oft auf eine Entzündung, oder Verletzung hin. Es können jedoch auch andere Dinge dahinter stecken. Das rötliche Sekret aus der Harderschen Drüse wird fälschlicherweise oft für Blut gehalten. Dieses Sekret wird beim Putzen normalerweise im Fell verteilt, manchmal bleiben jedoch Rückstände an Augen oder Nase zurück. Kommt es öfter vor das Sekret an Augen oder Nase zurückbleibt, kann das auf Stress oder eine Erkrankung zurückzuführen sein. Bei älteren Mäusen kann es auch durchaus normal sein, dass das Sekret nicht gründlich verteilt wird und Rückstände bleiben.

Ohren:

Gleichgewichtsstörungen sind oft das Symptom einer Veränderung im Mittel- oder Innenohr, oder einer Gehirnentzündung. Auch eine Kopfschiefhaltung, oder Kratzen am Ohr kann auf eine Entzündung des Gehörgangs hindeuten. 

Parasitenbefall:

Ein starker Parasitenbefall hat oft große gesundheitliche Auswirkungen. Sogar bei einem leichten Befall ist oft eine Gewichtsabnahme sichtbar. Ist der Kot weich und schmierig, handelt es sich meist um einen starken Befall. Die Mäuse sind dann häufig schon sehr geschwächt, was eine Behandlung erschwert. Idealerweise wird regelmäßig eine Kotprobe gemacht um bei einem Parasitenbefall rechtzeitig reagieren zu können. Auch ein plötzlicher Streit ohne ersichtlichen Auslöser zwischen den Mäusen kann ein Hinweis auf einen Parasitenbefall sein. (Rennmäuse streiten)

Atmung:

Atemgeräusche sind immer ein Alarmzeichen, sie können beispielsweise das Symptom einer Lungenentzündung sein. Nimmt man Atemgeräusche wahr, sollte darum schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht werden. Das selbe gilt für Ausflüsse aus Nase oder Augen, wobei ein Ausfluss auch ein Zeichen für eine Allergie sein kann oder wie oben beschrieben das Sekret der Harderschen Drüse.  Atemprobleme bei Rennmäusen

Schmerzen erkennen:

  • geschlossene, oder nur halb offene Augen
  • auffällige Atmung
  • struppiges/aufgeplustertes Fell
  • fiepen
  • eingezogener Kopf
  • runder Rücken
  • teilnahmelos
  • Nahrungsverweigerung

Erste Hilfe Maßnahmen bei Bissen und anderen Verletzungen, findet ihr hier: Rennmaus Verletzungen
Mehr Infos zur Tumorerkrankungen bei Rennmäusen: Tumorerkrankungen bei Rennmäusen
Atemprobleme und was dahinter stecken kann: Atemprobleme bei Rennmäusen
Unterstützende Maßnahmen, damit die Rennmaus schnell wieder fit wird: Kranke Rennmäuse gesund pflegen

 

 

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Aktualisiert: 04.03.2023 von Sophie


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