Rennmäuse einfach und richtig vergesellschaften – aneinander gewöhnen

Es gibt zahlreiche Gründe, weshalb eine Vergesellschaftung durchgeführt werden muss. Der Partner ist verstorben, die Rennmäuse haben sich zerstritten und müssen neu zusammengeführt werden, oder eine neue Maus soll zu einer bereits bestehenden Gruppe integriert werden.

Mit Hilfe verschiedener Methoden, können Rennmäuse miteinander vergesellschaftetet werden. Am einfachsten und bekanntesten ist die Trenngitter-Methode. Ich werde euch jetzt von meine Erfahrungen mit der Trenngittermethode berichten:

Die Vorbereitung:

Für die Trenngittermethode habe ich ein Aquarium in der Größe 80*35 cm mit einem Hasendraht in der Mitte geteilt. Die Rennmäuse sollten während der Vergesellschaftung nicht viel Platz zu Verfügung haben. Natürlich kann aber auch einfach der normale Stall verkleinert und mit einem Trenngitter geteilt werden.

Die Trenngittermethode wird auf engen Raum durchgeführt um zu vermeiden, dass sich die Rennmäuse aus den Weg gehen.

Wichtig ist, dass sich die Rennmäuse durch das Trenngitter riechen und sehen können. Ein Trenngitter aus Glas oder Plastik, scheidet darum komplett aus. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass keine Spalten zwischen Trenngitter und Aquarium sind, in denen die Rennmäuse durchkommen. Rennmäuse sind gute Kletterer, darum muss oben, wie auch unten alles fest verschlossen sein.

In dem Aquarium soll keine Einrichtung vorhanden sein. Diese würde die Rennmäuse sonst zuviel ablenken. Einstreu, Futter und Wasser sind die einzigen Sachen, die während der VG vorhanden sein sollten.

Der Start:

Jede Rennmaus wird auf eine Seite gesetzt. Zwei Mal am Tag sollten die Rennmäuse auf die andere Seite gesetzt werden. So kann der Gruppengeruch gebildet werden und der andere Geruch wird nicht mehr als fremd wahrgenommen.

Dauer der VG

Alle Rennmäuse brauchen unterschiedlich lang, bis sie den neuen Partner akzeptieren. Meine zwei weiblichen Rennmäuse die ein Jahr alt sind, haben fünf Tage gebraucht. Wenn die Rennmäuse am Gitter entlanglaufen und sich nur beschnuppern, aber sich nicht durch das Gitter versuchen zu beißen, kann ein Versuch gestartet werden.

Die Zusammensetzung

Bei der Zusammensetzung wird einfach das Trenngitter herausgenommen und dann beobachtet. Manche Rennmäuse gehen sich aus den Weg, andere gehen sofort aufeinander zu. Zur Sicherheit sollten bei der Zusammenführung bissfeste Handschuhe getragen werden um die Rennmäuse sofort trennen zu können, bevor es zu Bissverletzungen kommt. Merkt man, dass sich die Rennmäuse nicht verstehen und es nicht klappt sollten sie wieder auseinandergesetzt werden. In ein paar Tagen kann ein neuer Versuch gestartet werden. Wenn die Rennmäuse nach der Vergesellschaftung im selben Nest schlafen und miteinander kuscheln, war die Vergesellschaftung erfolgreich. Trotzdem sollten sie weiterhin gut beobachtet werden.

Nach der VG

Nach der Vergesellschaftung dürfen die Rennmäuse nicht sofort wieder in den alten Stall umsiedeln, bzw. das alte Platzangebot soll nicht sofort ganz wiederhergestellt werden.

Die Umstellung sollte möglichst langsam stattfinden, um die Rennmäuse nicht zu stressen und somit einen neuen Streit zu vermeiden. Wenn die Vergesellschaftung im Stall stattgefunden hat, sollten die Einrichtungsgegenstände nicht sofort alle wieder zurückgestellt werden. Ungefähr jeden zweiten Tag kann die Einrichtung wieder um einen Gegenstand erweitert werden.

Müssen die Rennmäuse nach der Vergesellschaftung wieder umgesiedelt werden, soll man damit ein paar Tage warten. Wenn sich die Rennmäuse im alten Stall wieder anfangen zu streiten, sollten sie nicht sofort wieder getrennt werden. Meistens reicht es die Einrichtungsgegenstände wieder zu entfernen.

Wen man zu einem Rennmauspärchen eine neue Rennmaus dazu vergesellschaften will, gilt das gleiche wie bei 2, nur dass dann auf einer Seite 2 Rennmäuse setzt. Grundsätzlich ist es aber immer besser, nicht mehr als 2 Tiere in einem Stall zu halten. Bei mehreren Tieren kommt es schnell zum Streit und eine Rennmaus in eine bereits bestehende Gruppe zu integrieren, ist deutlich komplizierter als 2 Rennmäuse miteinander zu vergesellschaften.

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